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    Welche Voraussetzungen Unternehmen im Scale erfüllen müssen

    Der Entry Standard für Aktien und Unternehmensanleihen ist Geschichte; die Zukunft gehört „Scale“, dem neuen Börsensegment für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU), das am 1. März 2017 mit 46 Aktien und Unternehmensanleihen startete.

    In einer dreiteiligen Blog-Serie zeigen wir, welche Voraussetzungen und Pflichten in dem neuen Premiumsegment des Freiverkehrs der Frankfurter Börse erfüllt werden müssen und wieso die EQS Group AG dem neuen Segment beigetreten ist.

    Teil 1: Welche Voraussetzungen Unternehmen im Scale-Segment erfüllen müssen

    Abgeschreckt durch zu wenig Transparenz und einige Pleiten, vor allem im Bereich Mittelstandsanleihen, haben viele Investoren in den letzten Jahren einen großen Bogen um den Entry Standard gemacht. Daraus und aus der rückläufigen Anzahl börsennotierter Gesellschaften hat die Deutsche Börse Konsequenzen gezogen und bietet jetzt mit „Scale“ eine Plattform, die kleineren und mittleren Emittenten einen leichteren Zugang zu Investoren und Wachstumskapital ermöglichen soll.

    Höhere Anforderungen als im ehemaligen Entry Standard

    Doch um sich in dem neuen KMU-Segment ins Schaufenster für Investoren stellen zu dürfen, müssen die Kandidaten klar definierte Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören beispielsweise eine Marktkapitalisierung von mindestens 30 Millionen Euro und ein Streubesitz von mehr 20 Prozent (alternativ mehr als eine Million Aktien im Free Float).

    Die neuen Qualitätsstandards für die Einbeziehung verlangen von den Unternehmen neben einem etablierten Geschäftsmodell und einem Gründungsdatum, das mindestens zwei Jahre zurückliegt, auch Mindestgrößen bei bestimmten Kennzahlen: „3 aus 5“ lautet hier die Formel für die Vorgaben für Umsatz, Jahresüberschuss, Mitarbeiterzahl sowie bilanzielles und eingesammeltes Eigenkapital. Begleitet wird die „Scale“-Aufnahme durch einen Deutsche-Börse-Capital-Market-Partner, der die Eignung für das Segment anhand einer Financial und Legal Diligence prüft und die Unternehmen auch nach dem Börsengang betreut. Emittenten, die sich gegen ein „Scale“-Listing entscheiden oder die Einbeziehungsvoraussetzungen nicht erfüllen, finden von nun an im „Basic Board“ eine neue Heimat.

    Im Überblick

    Folgende Einbeziehungsvoraussetzungen müssen erfüllt werden:

    • Marktkapitalisierung (mind. 30 Mio. €)
    • Unternehmenshistorie (mind. 2 Jahre)
    • Streubesitz (mind. 20% oder mehr als 1 Mio. Aktien)

    Sowie mindestens drei der folgenden Voraussetzungen:

    • Umsatz (mind. 10 Mio. €)
    • Jahresüberschuss (positiv)
    • Bilanzielles Eigenkapital (positiv)
    • Mitarbeiterzahl (mind. 20 Personen)
    • Eingesammeltes Eigenkapital (mind. 5 Mio. €)

    Hier geht's zu Teil 2 und Teil 3 der Serie.

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    Released:
    March 02, 2017
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    Updated:
    March 02, 2017