Erfolgreich kommunizieren ist deutlich mehr als die reine Zurverfügungstellung von Daten und Fakten. Denn nur Informationen, die begeistern oder emotionalisieren, bleiben nachhaltig im Gedächtnis. Werbetreibende sprechen schon lange nicht nur den Kopf sondern auch das Herz an.

Diese Notwendigkeit setzt sich auch in Investor Relations mehr und mehr durch. Daher setzen vermehrt auch IR-Webseiten auf moderne Kommunikationsmethoden mit interaktiven Elementen oder Videos, um die Equity Story des Unternehmens zu erzählen.

Den Usern auf der Spur

Zuvor gilt es allerdings, die Hausaufgaben zu machen und mehr über das Userverhalten herauszufinden. Web-Analyse-Tools wie Google Analytics, Piwik oder etracker, die das Besucherverhalten aufzeichnen, liefern hier wichtige Daten für die Optimierung der digitalen Visitenkarte. Die Daten, die diese Tools sammeln, gehen weit über die Frage hinaus, wie viele Nutzer den IR-Bereich besucht haben. Wichtige Parameter sind auch die Verweildauer der Besucher auf der Website, die durchschnittliche Zahl der Klicks und welche Seiten am häufigsten aufgerufen werden. Die Ausstiegsraten der einzelnen Seiten können Hinweise geben, inwiefern noch Optimierungsbedarf besteht.

Eine Kenntnis der Einstiegsseiten, über die der User zur IR-Website gelangt, ist eine weitere wichtige Information, die mit den vorliegenden Analyse-Daten zwingend überprüft werden sollte. Stellt sich heraus, dass die Besucher die Finanzinformationen erst über Umwege erreichen, sollte unter Umständen die Architektur bzw. die Navigation der Website noch einmal überdacht werden.

Attraktive Inhalte dank Interaktivität

Die Webanalyse schafft also die Voraussetzungen, um die Inhalte passgenau bei den Stakeholdern zu platzieren. Jetzt bedarf es noch gelungener Inhalte, welche die Zielgruppen ansprechen. Auch wenn Investor Relations Manager scheinbar in einem engen Korsett aus Fehlervermeidung und rechtlichen Rahmenbedingungen gefangen sind: Die digitale Welt bietet sehr viele Möglichkeiten auch komplizierte Sachverhalte anschaulich und verständlich darzustellen. Manchmal braucht es dafür nur ein wenig mehr Mut.

Hier einige Anregungen für interaktive Inhalte, die einen echten Mehrwert für die Nutzer schaffen:

  • Lassen Sie Ihre Vorstände zu Wort kommen. In animierten Videos berichtet das Management über die Pläne und Ziele für die nächsten Jahre und erläutert die Equity Story des Unternehmens und was an dieser so besonders ist. So werden neben Daten und Fakten auch Emotionen und Visionen transportiert. Durch die persönliche Ansprache wird Vertrauen aufgebaut und es entsteht Empathie – zwei ganz wichtige Faktoren, die sich vor allem in Krisensituationen auszahlen.
  • Mit einem interaktiven Kennzahlenvergleich können Investoren ausgewählte Kennzahlen der vergangenen Jahre individuell miteinander vergleichen und sich die grafischen Darstellungen ausdrucken.
  • Aktiencharts mit individueller Datumseingabe und automatisch integrierten Unternehmensmitteilungen bieten einen hervorragenden Überblick und sollten daher auf keiner IR-Website fehlen.
  • Ein echter Service ist ein Renditerechner, mit dem sich die Aktionäre für frei definierbare Zeiträume ausrechnen können, wie sich ihr Investment entwickelt hat – wahlweise mit oder ohne Dividende.
  • Ein Börsenlexikon und eine integrierte Glossarfunktion, in der Abkürzungen erläutert und unternehmensspezifische Fachbegriffe erklärt werden, erhöhen die Verweildauer der User auf der Webseite.

Optimale Inhalte sollten natürlich auch optimal präsentiert werden – beispielsweise über ein modernes, responsives Designkonzept, das sich an das jeweilige Endgerät anpasst. Zusätzlicher Vorteil: Responsive Websites werden im Google-Ranking bevorzugt.

Aber: Die besten Features und tollsten Videos nützen nichts, wenn das Gesamtpaket aus aktuellen und aussagekräftigen Inhalten, modernen Technologien und auch einer einfachen Nutzerführung nicht stimmt. Und denken Sie an eine kontinuierliche Analyse, um den Erfolg Ihrer Maßnahmen zu prüfen.

 

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