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    Mehr Insider, mehr personenbezogene Daten, mehr Listen

    Insiderverwaltung gemäß MAR

    Eigentlich sind Emittenten an Kapitalmärkten der EU schon einigen Regulierungs-Kummer gewöhnt. So ist u. a. das Führen von Insiderverzeichnissen längst Alltag. Doch die europäische Marktmissbrauchsverordnung (Market Abuse Regulation – MAR) hat das Insiderrecht noch deutlich verschärft. Ab 3. Juli 2016 müssen Emittenten für jedes insiderrelevante Projekt eine separate Liste führen. Nicht so einfach, denn Personen, die heute aufgrund ihrer Mitarbeit in einem Projekt Insider sind, können es morgen schon nicht mehr sein – und umgekehrt. Diese Listen müssen gemäß Art. 18 Abs. 5 MAR mindestens 5 Jahre aufbewahrt werden.

    Erheblicher Mehraufwand durch personenbezogene Daten

    Organisatorisch richtig aufwendig wird es vor allem durch die personenbezogenen Daten, die erfasst werden müssen:

    • Vor- und Nachname und ggf. abweichender Geburtsname,
    • Privat- u. Geschäftsanschrift,
    • private und berufliche Telefonnummern (Festnetz + Mobil),
    • Grund für Insider-Eigenschaft,
    • Position und
    • nationale Identifikationsnummer.

    Detaillierte Dokumentation über Kenntniserlangung

    Wer hat wann, wie und wie lange Zugang zu welchen Insiderinformationen gehabt? Diese Frage muss akribisch beantwortet und schriftlich dokumentiert werden – taggenau und mit Uhrzeit (UTC!). Weltweit tätige Konzerne haben also nicht nur Sommer- und Winterzeit, sondern auch verschiedene Zeitzonen zu beachten.

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    EQS Insider Manager

    „Dauerinsider“ sterben aus

    Personen, die immer über alle insiderrelevanten Tatbestände informiert waren, werden selten. Projekt- und ereignisbezogene Insiderlisten ersetzen die permanenten, funktionsbezogenen Listen. Die bisherige Ausnahme des § 15b WpHG, nach der die mit dem Abschluss beauftragten Wirtschaftsprüfer und deren Gehilfen nicht als Insider geführt werden müssen, entfällt. Wie genau künftig mit externen Beratern verfahren wird, ist noch unklar. Mit der Unternehmensgröße steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es künftig nur noch einen permanenten Insider geben wird: den Verzeichnisführer.

    Schriftliches „Ja“ zu den Pflichten

    Insider müssen ihre Pflichten, die aus den Rechts- und Verwaltungsvorschriften erwachsen, schriftlich anerkennen und sich möglicher Sanktionen bewusst sein.

    Die vielfältigen MAR-Anforderungen führen die manuelle Verwaltung per Tabellenkalkulationsprogramm oder Word-Dokument wahrscheinlich ad absurdum. Mit dem EQS Insider Manager bieten wir eine flexible Lösung, den künftigen Mehraufwand leicht zu meistern.

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    Released:
    June 20, 2016
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    Updated:
    June 20, 2016